Das IfM ist eine anwendungsorientierte, industrienahe Forschungs- und Dienstleistungseinrichtung auf den Fachgebieten Musikalische Akustik / Schwingungstechnik, Digitalisierung / Messtechnische Verfahren, Materialien und Technologie mit Schwerpunkt Musikinstrumentenbau. Einen besonderen Stellenwert besitzen dabei die Musikalische Akustik und insbesondere die Akustik der Musikinstrumente. Die Finanzierung des IfM erfolgt auf Projektbasis.
Das Herzstück des Instituts ist ein reflexionsarmer Messraum, in dem alle akustischen Messungen durchgeführt werden. Dieser Raum ist akustisch so ausgestaltet, dass er einer Messung im Freifeld gleicht. Das bedeutet, dass alle Messobjekte objektiv ohne äußere Einflüsse gemessen und bewertet werden können.
Zwei weitere akustisch optimierte Messräume stehen für andere Akustikuntersuchungen zur Verfügung. Je nach Bedürfnis können hier bestimmte Instrumententests, sowie akustische Verfahren zur Bewertung von Werkstoffqualitäten anhand von Halbzeugen durchgeführt werden.
Um Musikinstrumente realitätsnah miteinander vergleichen zu können, gibt es im Institut einen weiteren Raum, welcher durch eine besondere akustische Auskleidung die klanglichen Aspekte der Instrumente besser hervorhebt. Hier werden die Instrumente von Profimusikern angespielt und die subjektive Wahrnehmung dokumentiert.
Zur Digitalisierung der einzelnen Musikinstrumente verfügt das Institut unter anderem über eine Koordinatenmessmaschine sowie einen 3D-Laserscanner.
Um möglichst breit aufgestellt zu sein und beim Bau eigen-entwickelter Prüfstände eine höchstmögliche Flexibilität zu erreichen, kommt im Institut ein moderner 3D-Drucker zum Einsatz.
Zur Entwicklung neuer Elektronikbaugruppen bis hin zur kom-pletten Platinenfertigung gibt es im Elektroniklabor unteranderem einen modern eingerichteten Lötplatz, ein Stereo-Auflicht-mikroskop, sowie mehrere Analysetools zur Qualitätssicherung und Fehlersuche.
Zur Einordnung und Bewertung der einzelnen Werkstoffe besitzt das IfM moderne Prüfmaschinen. Diese dienen u.a. dazu modifizierte neue Werkstoffe hinischtlich ihrer Eigenschaften bewerten zu können.
Die dargestellte Festigkeitsprüfmaschine der Firma ZwickRoell hat einen Arbeitsbereich bis 2,5kN.
Beispielhaft soll hier die Messung der Schallgeschwindigkeit genannt werden. Diese dient zur Qualitätsbewertung einzelner Werkstücke. Bei der Messvorrichtung handelt es sich um eine Eigenentwicklung des Instituts. Der Prüfstand ermöglicht Aussagen zur Bauteilqualität. Außerdem können über die Messergebnisse weitere Werkstoffeigenschaften berechnet werden.
Bei vielen Prüfständen im Institut handelt es sich um individuelle Eigenentwicklungen. Hierfür sind gut ausgestattete Werkstätten eine wichtige Voraussetzung. Einerseits dienen sie als Grundlage für notwendige Sonderlösungen, andererseits gewährleisten sie eine große Flexibilität in der Arbeitsweise.
Das Institut verfügt über eine allgemeine Werkstatt für kleinere Reparaturen, sowie über ein Holz- und eine Metallwerkstatt mit einem gut ausgestattetem Maschinenpark.
